Am zweiten Festivalwochenende gab es erneut zahlreiche Einblicke in die diesjährige IBUG, die 2025 ihr 20-jähriges Jubiläum feiert. Seit 2006 verwandelt das Festival jährlich verlassene Industrie- oder Krankenhausareale in temporäre Ausstellungsräume für urbane Kunst. In diesem Jahr findet es auf dem Gelände des ehemaligen Stadtpark-Krankenhauses in Chemnitz statt – als Teil des offiziellen Programms der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025.
Das historische Gelände mit drei Gebäuden, Schutzraum und grünem Innenhof wurde eindrucksvoll umgestaltet. Verlassene Flure, bröckelnde Wände und Spuren der Vergangenheit treffen auf großformatige Murals, Illustrationen, Installationen und multimediale Werke. Der Kontrast aus Architekturverfall und zeitgenössischer Kunst schafft eine besondere Atmosphäre, die das Festival seit jeher auszeichnet.
Insgesamt präsentieren rund 70 Künstler:innen, Duos und Kollektive aus 25 Ländern ihre Arbeiten – darunter bekannte Namen und viele neue Talente. Die künstlerische Vielfalt reicht von klaren Statements bis zu verspielter Ästhetik, von digital bis analog, von politisch bis poetisch.
Auffällig war an diesem Wochenende die große Besucherresonanz: Die Kombination aus Jubiläum, hochkarätigem Line-Up und dem Kulturhauptstadtjahr hat Menschen aus ganz Deutschland und darüber hinaus angezogen. Das Publikum war bunt gemischt – Familien, Kunstinteressierte, Szeneakteure – und trug zur offenen, lebendigen Atmosphäre bei.
Begleitet wird die Ausstellung von einem vielseitigen Rahmenprogramm mit Musik, Film, Talks und Führungen, das den Aufenthalt auf dem Gelände abrundet.
Das dritte und letzte Festivalwochenende steht nun bevor – eine gute Gelegenheit, sich noch selbst ein Bild zu machen von einem Festival, das Kunst, Raum und Gemeinschaft auf besondere Weise zusammenbringt.
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